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Was Reizdarm-Betroffene jetzt wissen sollten: Neue Studie zur Darmmotilität

Reizdarm (IBS) wird seit Jahren mit Stress, Ernährung und dem Mikrobiom in Verbindung gebracht. Doch eine neue, groß angelegte Studie rückt jetzt einen bisher unterschätzten Faktor in den Fokus: Vitamin B1 (Thiamin) und seine Rolle für die Darmmotilität.


Die Ergebnisse könnten erklären, warum sich der Darm bei vielen Betroffenen „zu träge“ oder „zu schnell“ anfühlt, selbst dann, wenn Ernährung und Lebensstil bereits angepasst wurden.


Vitamin B1 Thiamin Studie

Was wurde in der neuen Studie untersucht?

In einer kürzlich veröffentlichten genetischen Analyse werteten Forschende Daten von über 250.000 Personen aus. Ziel war es, herauszufinden, welche biologischen Faktoren beeinflussen, wie häufig Menschen Stuhlgang haben, ein objektiver Marker für die Beweglichkeit des Darms.


Dabei identifizierten sie mehrere genetische Signalwege, die mit der Darmmotilität zusammenhängen. Besonders auffällig: Gene, die den Thiamin-Stoffwechsel regulieren, standen in direktem Zusammenhang mit der Stuhlfrequenz.


Warum ist Thiamin (Vitamin B1) für den Darm relevant?

Thiamin ist kein „klassisches Verdauungsvitamin“. Es spielt jedoch eine zentrale Rolle in:

  • der zellulären Energieproduktion (ATP)

  • der Nervenleitung

  • der Muskelfunktion, einschließlich der glatten Darmmuskulatur


Der Darm ist eines der energieintensivsten Organe im Körper. Seine rhythmischen Bewegungen, die Peristaltik, sind auf eine stabile Energieversorgung und funktionierende Nervensignale angewiesen.


Die Studie legt nahe: Wenn der Thiamin-Stoffwechsel genetisch oder funktionell eingeschränkt ist, kann sich das auf die Darmbewegung auswirken.


Was bedeutet das für Menschen mit Reizdarm?

Die Studie sagt nicht, dass Reizdarm durch einen Vitamin-B1-Mangel verursacht wird. Sie ist keine Therapieempfehlung. Aber sie zeigt etwas Entscheidendes:

Reizdarm ist nicht nur „funktionell“ oder stressbedingt, sondern auch biologisch messbar.

Bei IBS-C (Verstopfungstyp) könnte eine verminderte Darmmotilität mit einem gestörten Energie- oder Nervensignal zusammenhängen. Bei IBS-D (Durchfalltyp) möglicherweise mit einer überschießenden Regulation.


Die neue Forschung erweitert damit den Blick: Nicht nur Ballaststoffe, Probiotika oder Triggerfoods sind relevant, sondern auch Mikronährstoff-abhängige Stoffwechselprozesse.


Warum diese Erkenntnis so wichtig ist

Viele Betroffene fühlen sich mit Aussagen wie „Das ist halt Stress“ nicht ernst genommen. Diese Studie zeigt:

  • Die Darmbewegung ist genetisch und metabolisch reguliert

  • Mikronährstoffe wie Thiamin sind Teil dieser Regulation

  • Reizdarm hat biologische Grundlagen, die messbar sind


Was heißt das praktisch?

Für Menschen mit Reizdarm kann es sinnvoll sein, das Thema Mikronährstoffe nicht isoliert, sondern im Gesamtkontext zu betrachten:

  • Ernährung

  • Nervensystem

  • Darmmotilität

  • individuelle Verträglichkeit

Gerade B-Vitamine arbeiten nicht einzeln, sondern im Verbund, weshalb ein ausgewogener B-Komplex in manchen Fällen sinnvoller ist als isolierte Einzelstoffe.


Studie: Díaz-Muñoz, C., Bozzarelli, I., Lopera-Maya, E. A., et al. (2026). Genetic dissection of stool frequency implicates vitamin B1 metabolism and other actionable pathways in the modulation of gut motility. Gut.


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Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Bei bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme solltest du vor der Einnahme Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal halten.

 
 
 

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